Margret Bilger

ist eine der bekanntesten Künstlerinnen unserer näheren Heimat. Sie lebte und arbeitete in Taufkirchen, bis sie 1971 starb. Ihre Talente waren sehr vielseitig: Sie malte Ölbilder, machte Holzschnitte und webte Bilder. Am bekanntesten war sie für ihre Glasbilder, die zum Beispiel als Fenster für Kirchen bestellt wurden.

In der neuen Schule in Taufkirchen hängt im Treppenhaus ein sehr großes Glasbild von Margret Bilger. Es heißt „Die Jünglinge im Feuerofen“ und stellt ein biblisches Motiv dar. Seine Größe hat uns sehr verblüfft. Es  ist bestimmt 4 x 7 m groß und somit größer als so manches Kinderzimmer.

Die Entwürfe für ihre Werke entstanden in ihrem Haus in Taufkirchen. Die Glasbilder sind aus vielen einzelnen bunten Glasstücken zusammengesetzt und wurden unter der Aufsicht der Künstlerin in einer Glaswerkstätte in Stift Schlierbach angefertigt. Den Arbeitsplatz im Atelier kann man in Taufkirchen besuchen.

Am 20. Oktober waren fast alle Schüler der 3.Klassen auf einem Workshop in Taufkirchen. Das Thema waren die Glaskunstwerke von Margret Bilger.

Wir sollten mit buntem Transparentpapier und schwarzem Tonpapier ähnlich wie Margret Bilger arbeiten. In Partnerarbeit entschieden wir uns für einen Entwurf, der aber keine Details enthalten durfte. Der Entwurf wurde auf schwarzes Tonpapier übertragen.

Die Linien des Entwurfs wurden dabei als etwa zwei Zentimeter breite Stege eingezeichnet. Die Flächen dazwischen wurden mit einem kleinen scharfen Messer ausgeschnitten.

Die ausgeschnittenen Flächen wurden von hinten mit buntem Transparentpapier beklebt und so wieder geschlossen. Das fertige Bild wurde mit Reißnägeln auf einem schwarz lackierten Holzrahmen befestigt.

Mit schwarzer Acrylfarbe wurden einige Einzelheiten wie Augen und Finger aufgemalt. Die eigentliche Wirkung entfalten die Bilder erst, wenn sie im Gegenlicht der Sonne oder einer Lampe betrachtet werden, das heißt, wenn sie von hinten beleuchtet werden.